"Würden die
Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert,
hätten wir eine Revolution – und zwar schon morgen früh."
(Henry Ford, 1863-1947)

"Sein Geld arbeiten lassen" -
hört sich gut an, verschleiert aber die Tatsache, dass es tatsächlich
jemand anders ist, der arbeitet, um Zinsen zu erwirtschaften. Und dieser
"Andere" hat kaum eine Chance, der Zinsknechtschaft zu entkommen. Da
Zinsen generell nicht zurückbezahlt werden können, entsteht eine
Gesellschaft der Zinseszinsknechte, deren Zusammenbruch programmiert ist.
Die
Finanzkrise ist eigentlich keine "Finanzkrise" - sondern eine
Geldsystemkrise. Um diese besser zu begreifen und die Auswirkungen
beurteilen zu können, muss man wissen, was Geld eigentlich ist: Geld ist
nichts anderes als Schulden.
Es gibt
kein "Geld" ansich, sondern es gibt nur Schulden, und entsprechend
Schuldscheine, die wir "Geld" nennen. Der Geldschein ist eine Forderung,
die Schuld zurück zu verlangen. Ob dies jedoch funktioniert, ist nicht
nur fraglich. Es ist faktisch unmöglich - wegen der Zinsen.
Banken
verleihen kein vorhandenes Geld, sie geben Kredit. Das ist ein kaum
beachteter aber wesentlicher Unterschied. Geld entsteht dabei aus dem
Nichts und völlig ohne eigene Anstrengung einfach per Knopfdruck im
Bankensystem, von dem es sich Unternehmen, Staat und Bürger gegen Zinsen
ausleihen müssen.
Das für die
Rückzahlung notwendige Geld ist dann zwar im Umlauf, jedoch nicht das
Geld für die Zinsen. Das muss man sich wiederum vom Bankensystem gegen
weitere Zinsen ausleihen. Wenn alle ihre Schulden zurückzahlen würden,
gäbe es kein Geld mehr aber weiterhin Zinsschulden.
Egal wie
lange das Spiel gespielt wird, die Summe allen existierenden Geldes ist
immer kleiner als die Summe aller Schulden plus Zinsschuld. Deshalb
benötigen die Banken auch immer Sicherheiten. Jedes Jahr müssen etwa
fünf Prozent davon zwangsversteigert werden, wenn sie nicht durch neue
Schulden mit noch mehr Zinsen refinanziert werden können.
Das ist
einfache Mathematik. Sobald sich die Menschen nicht mehr weiter
verschulden wollen oder mangels Sicherheiten können, bricht der gesamte
Geldbetrug zusammen. Dieses Ereignis tritt zwangsläufig ein, da die
Schulden exponentiell wachsen, die Sicherheiten das aber in einer
begrenzten Welt nicht können.
Am Ende des Systems muss der Staat diese Schuldenlücke durch
explosionsartig wachsende Staatsverschuldung auffüllen. Nur der Staat
gilt dann noch als vertrauenswürdiger Schuldner, denn er kann seine
Bürger durch Zwang enteignen.
Mit
faschistischen Methoden wie die Einschränkung der Bürgerrechte, die
Abschaffung des Bankgeheimnisses, den Aufbau eines Überwachungsstaates
(alles mit vorgetäuschten Gefahren begründet) lässt sich das System noch
eine Weile künstlich am Leben erhalten. Doch auch hier gibt es Grenzen,
die spätestens dann erreicht sind, wenn die Zinszahlungen des Staates
das Brutto-Einkommen aller Bürger übersteigen.
Durch die
in das Geldsystem eingebaute permanente Notwendigkeit,
gesamtwirtschaftlich immer neue Schulden für die Zinsen und Zinseszinsen
aufzunehmen, entsteht eine Spirale von immer stärker wachsender
Verschuldung auf der einen und immer schneller wachsenden Vermögen auf
der anderen Seite. Die Umverteilung von Arm (Zinssklaven) nach Reich
(Feudalherren) durch Zinsen und Steuern wird automatisch immer
dynamischer. Staatschulden und Steuern steigen in diesem System
zwangsläufig exponentiell an.
Es ist wie am Ende eines Monopoly-Spiels, in dem schon alle Straßen,
Häuser, Bahnhöfe, das Elektrizitätswerk und das Wasserwerk vergeben
sind. Wer nichts davon besitzt, soll nun im Kreis laufen (=arbeiten).
Doch das Geld, das man dafür bei Erreichen von Los bekommt (=Einkommen),
reicht nicht mehr aus, um über die Runden zu kommen.
Jeder der
weniger als ca. 400.000 Euro Eigenkapital besitzt ist ein Zins-Sklave,
weil er mehr Zinsen bezahlen muss als er einnimmt. Und er muss für
diejenigen arbeiten, die mehr besitzen. Das ist so in unserem Geldsystem
mit Zwangsverschuldung und Zinseszinseffekt eingebaut. Wir haben ein
feudalistisches Geldsystem:
-
Zinssklaven: weniger als ca. 400.000 Euro Eigenkapital
- freie
Bürger: ab ca. 400.000 Euro Eigenkapital aufwärts
-
Feudalherren: mehrere Tausend Euro Zinseinnahmen pro
Tag
Ein solches
System begünstigt diejenigen, welche über eine bestimmte Kapitalmasse
verfügen. Diese vermehrt sich per Zins quasi automatisch. Keine Chance
dagegen haben jene, welche unterhalb der "kritischen Kapitalmasse"
leben.
Jeder
Zinssklave, der versucht, die ca. 400.000 Euro Eigenkapital durch
ehrliche Arbeit aufzubauen, wird durch progressiv steigende
Einkommenssteuern und Abgaben zu Tode geschröpft.
Der
Teufelskreis des Zinseffekts: Zinszahlungen sind in jedem Produkt
"eingepreist", verteuern dieses also. Zinsen bedeutet automatisch, dass
Schulden steigen und damit noch mehr Zinsen bezahlt werden müssen.
Folge: Das System braucht immer mehr Schuldner. Und das ist die breite
Masse.
So kann man
die sogenannte Subprime-Krise auch als Systemkrise bezeichnen, weil das
System eben ständig nach neuen Wegen Ausschau halten musss, um Menschen
zu verschulden. Ist dies nicht mehr möglich, muss zuletzt der Staat
herhalten. Damit schließt sich der Teufelskreis allmählich.
Erhöht der
Staat den Schuldenstand, hat dies zwangsläufig höhere Steuern wegen
höherer Zinsszahlungen zur Folge. Der Einzelne hat damit kaum einen
Chance, diesem Teufelskreis zu entkommen.
Am Ende
steht dann der Staatsbankrott, gleichbedeutend mit Totalenteignung
seiner Untertanen. Dieser kann ausgelöst werden entweder durch eine
extreme Deflation/Depression oder durch eine Hyperinflation.
Das
eigentliche Dilemma des Systems besteht also aus der Tatsache, dass
durch Zinsen zwangsweise immer mehr Schulden entstehen. Ist die breite
Masse nicht mehr in der Lage, Schulden aufzunehmen, dann springt der
Staat ein. Ab einer bestimmten Schuldenhöhe allerdings dürfte auch dem
Letzten klar werden, dass diese Schulden nicht mehr zurück gezahlt
werden können.
Dem Kenner
des Systems dürfte allerdings auch klar sein, dass Schuldner in letzter
Instanz ihre Schulden nie zurückzahlen dürfen. Denn das Geld ist
bekanntlich aus Schulden entstanden. Werden diese zurückgezahlt,
verschwindet auch das Geld. Es löst sich auf.
Dieses
Paradoxon darf ebenfalls nicht an die Öffentlichkeit dringen. Denn wieso
müssen "kleine Schuldner" ihre Schulden zurückzahlen, während große
Schuldner dies auf keinen Fall dürfen - weil sonst das System kollabiert?
So haben
wir es am Ende mit dem zu tun, was der Insider "Geld-Illusion" nennt. Es
gibt gar kein Geld, es gibt nur Schulden. Die Tatsache, dass
Schuldscheine (also Geld) als Zahlungsmittel akzeptiert werden, beruht
auf der Illusion, dass die Schulden zurück gezahlt werden können. Das
ist aber in dem System niemals möglich.
Sollte dies
einer breiteren Öffentlichkeit bewusst werden, könnte es zu einer großen
Krise der Menschheit kommen. Denn das Geldsystem funktioniert überall
gleich. Entsprechend ist überall auch der Zusammenbruch programmiert.
Es gibt
zwar Geldsystem-Experten (nur sehr wenige auf der Welt), welche die
These vertreten, dass man Schulden unendlich ausweiten könne. Dem
spricht allerdings entgegen, dass bei stark steigenden Schulden die "Rückzahlungs-Illusion"
schwindet. Darüber hinaus erzeugen höhere Schulden bei vielen Menschen
einen Bewusstseinswandel in Sachen Geld. Mehr und mehr Menschen
interessieren sich für diesen Mechanismus und fragen sich: "Was ist Geld
eigentlich?".
Wird aber
die Mehrheit auf das Geld-Paradoxon aufmerksam, verliert sie den Glauben
an das "Zahlungsmittel" - und damit verliert es seine Kaufkraft.
Der Glaube
ans "Geld" ist also nur noch zu vergleichen mit der Vorstellung von
früher, die Welt sei eine Scheibe. Damals war es die Kirche, welche mit
allen Mitteln gegen die neue Weltanschauung vorging - um ihre
Machtstellung zu erhalten. Wir dürfen gespannt sein, was demnächst
passieren wird, um mit aller Gewalt die Vorstellung von "Geld" - so wie
wir es kennen - zu erhalten.
Was danach
kommt, weiss allerdings niemand.
In Zusammenarbeit mit:
--->www.steuerboykott.de